Betriebsanleitung und Wartung für Tuningmotoren

Zenoah G230RC-HH / G240-HH
Zenoah G260RC-HH / G270-HH

Inbetriebnahme:

Der Motor sollte immer erst nach dem Einbau in das Modell angelassen werden! Vor der Inbetriebnahme sind alle notwendigen Teile, die zum Betreiben des Motors notwendig sind, zu montieren. Z.B. Kupplungsflansch, Kupplung, Auslasskrümmer, Airbox (nicht im Lieferumfang). Der Einlass und Auslass des Motors ist vor dem Einbau in das Modell gründlich auf Fremdkörper zu prüfen. Der Tank sollte sauber und leer sein. Als Kraftstoff wird ein Gemisch aus Superbenzin und Zweitakt-Sportmotorenöl (Gokart-Öl bzw. Moto-Cross-Öl) im Mischungsverhältnis 1:30 verwendet.

Mischungsbeispiel: 166 ccm Zweitaktöl auf 5 Liter Superbenzin.

Der Motor wurde vor der Auslieferung einem Probelauf unterzogen.

Dabei wurde eine Vergasergrundeinstellung vorgenommen.

Vergasereinstellung: Teillastschraube (L) ca. 1,5 Umdrehung geöffnet,

Vollastschraube (H) ca. 1,25 UMdrehung geöffnet, Leerlaufschraube je nach Bedarf. Das Anlassen erfolgt wie bei einem Standardmotor. Drücken sie die Primärpumpe, bis diese mit Kraftstoff gefüllt ist. Vogehensweise für Vergaser ohne Beschleunigerpumpe:

Da die Chokeklappe entfernt wurde, muß zum Kraftstoffansaugen die Airbox zugehalten werden. Nach 3 bis 4 Zügen am Starter sollte der Motor bei leicht geöffneter Drosselklappe anspringen.

Vorgehensweise für Vergaser mit Beschleunigerpumpe:

Dieser Vergaser besitzt keine Chokeklappe. Um Kraftstoff zum Starten einzuspritzen wird der Vergaserhebel 2- bis 3-mal betätigt (Das zuhalten der Airbox ist nicht erforderlich). Nach 3 bis 4 Zügen am Startersollte der Motor bei leicht geöffneter Drosselklappe anspringen.

 

Motor Einfahren:

Da alle Teile am Tuning-Motor neu sind, ist eine Anpassung der Teile durc Einlaufen (Einfahren) des Motors zwingwnd erforderlich. Nicht eingefahrene Motoren neigen bei Vollgasbetrieb zum Ferstgehen (Kolbenklemmer). Die Folge sind oft kapitale Motorschäden. Voraussetzung für das förderliche Einfahren ist eine Einkuppeldrehzahl zwischen 7000 bis 9000 Motorumdrehungen. Das Einfahren muß in Intervallen erfolgen, die Motordrehzahl sollte zu Beginn 2/3 der Höchstdrehzahl (ca. 14000 Umdrehungen) nicht übersteigen. Auch bei der 2. Tankfüllung sind Vollgasperioden länger als 3 Sekunden zu vermeiden. Nach abgeschlossener Einfahrphase ist bei betriebswarmen Motor (möglichst nach einer kurzen Vollgasfahrt) das Zündkerzen- gesicht zu prüfen. Eine rehbraune Isolatorfarbe zeigt sich bei einem gut eingestellten Vergaser. Ein verrußter Isolator weist auf ein zu fettes Gemisch hin (Vollastschraube (H) etwa 1/8 Umdrehungen zudrehen).Ein weißes oder hellgraues Zündkerzengesicht bedeutet ein zu mageres Gemisch (Vollastschraube (H) etwa 1/8 Umdrehung öffnen)

Warnung! Zu mager eingestellte Motoren neigen bei Vollgasbetrieb zum Festgehen (Kolbenklemmer). Die Folge sind kapitale Motorschäden.

Hinweis! Wer lange Freude an seinem Motor haben will, sollte immer auf einen sauberen Luftfilter achten. Spätestens nach jeden Renntag sollte der Filter gereinigt und mit Luftfilteröl behandelt werden.

Wartung:

1. Revision:

Die erste Motorrevision erfolgt nach ca. 10 Liter Kraftstoffverbrauch. Wenn keine Leistungsverluste bemerkbar sind und keine auffälligen Geräusche wahrnehmbar, kann der Motor ohne Austausch von Teilen weiterbetrieben werden. Voraussetzung ist, alle Verbindungsstellen

wie Gehäusedichtung, Zylinderfußdichtung, Isolierkörper- und Vergaserdichtung dicht sind, das die Kurbelwellenlager kein fühlbares Spiel aufweisen und die Kurbelwellendichtringe sind dicht. Wenn neu abgedichtet werden muß, empfielt es sich vorbeugend einen neuen Kolbenring einzubauen.

2. Revision:

Nach ca. 25 Liter Kraftstoffverbrauch ist eine ausgiebige Revision beim Tuner in der Werkstatt durchzuführen. Wenn sich unbekannte Motorgeräusche zeigen ist der Zeitpunkt für diese Revision bereits vorzeitig erreicht. Unabhängig vom Zustand des Motors sind Hierbei Kurbelwellenlager, Kurbelwellendichtringe auszutauschen und es ist ein neuer  Tuning-Kolben einzubauen. Weitere Austauschteile richten sich nach dem entstandenen Verschleiß.

Hinweis! Für eine sachgerechte und zeitlich richtige Wartung des Motors, ist das Führen eines Betriebsstundennachweises empfehlenswert. Es sollten Motorlaufzeiten und Kraftstoffverbrauch notiert werden. Da das Tuningprizip die Verwendung aller Teile des Standardmotors beinhaltet, wurden auch die originalen Rillenkugellager verwendet. Beim Austausch empfielt es sich Keramiklager zu verwenden.

Allzeit genügend Power und gute Rennerfolge wünscht
HH-TUNING
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